Online Marketing Manager:in gehört zu den gefragtesten digitalen Berufen in Deutschland. Laut dem Webmasters Europe Arbeitsmarkt-Kompass 2025 entfallen 39 % aller offenen Internet-Stellen auf Online Marketing. Das Durchschnittsgehalt liegt bei rund 40.100 EUR pro Jahr (Stepstone Gehaltsreport), mit deutlichem Spielraum nach oben für Spezialist:innen.
Das Problem: Das Angebot an Weiterbildungen ist unübersichtlich. Hunderte Kurse, unterschiedliche Formate, verschiedene Zertifikate und komplexe Fördermöglichkeiten. Welcher Kurs passt zu deiner Situation? Was wird gefördert? Und was bringt dir die Weiterbildung beruflich?
Dieser Guide gibt dir alle Antworten. Du erfährst, welche Inhalte eine gute Online Marketing Weiterbildung abdeckt, welche Formate es gibt, wie du die Finanzierung sicherst und welche Karrierewege sich danach öffnen.
Was lernt man in einer Online Marketing Weiterbildung?
Eine Online Marketing Weiterbildung vermittelt die strategischen und praktischen Fähigkeiten, um digitale Marketingkampagnen zu planen, umzusetzen und zu optimieren. Der Fokus liegt auf sechs Kernbereichen, die zusammen das Fundament des modernen Digital Marketings bilden.
SEO (Suchmaschinenoptimierung)
Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass Websites in Google und anderen Suchmaschinen organisch sichtbar werden. Du lernst Keyword-Recherche, technisches SEO, Content-Optimierung und Linkaufbau. Tools wie Sistrix, Screaming Frog und die Google Search Console gehören zum Standard.
SEA und Performance Marketing
Bezahlte Werbung auf Google, Meta und anderen Plattformen. Hier geht es um Kampagnenplanung, Budgetierung, A/B-Testing und Conversion-Optimierung. Google Ads und der Meta Ads Manager sind deine zentralen Arbeitswerkzeuge.
Social Media Marketing
Social Media Marketing umfasst organische und bezahlte Strategien auf Instagram, LinkedIn, TikTok und anderen Plattformen. Du lernst Community Management, Content-Planung, Influencer-Kooperationen und Social Advertising.
Content Marketing
Content Marketing verbindet Strategie mit Kreation. Von Blog-Artikeln über Video-Content bis zu Podcasts: Du lernst, wie du Inhalte entwickelst, die Zielgruppen ansprechen und Suchmaschinen überzeugen.
E-Mail-Marketing und Marketing Automation
Oft unterschätzt, aber einer der Kanäle mit dem höchsten ROI. Du lernst Newsletter-Strategien, Segmentierung, A/B-Tests und die Automatisierung von Customer Journeys mit Tools wie HubSpot oder Mailchimp.
Web Analytics und Datenanalyse
Datengetriebenes Marketing ist kein Nice-to-have, sondern Pflicht. Du lernst Google Analytics 4, Tag Manager, Dashboard-Erstellung und datenbasierte Entscheidungsfindung. Ohne Analytics-Kompetenz bleibt jede Kampagne ein Blindflug.
Zusätzlich setzen moderne Weiterbildungen zunehmend auf KI-Tools und Automatisierung. Prompt Engineering, Content-Generierung mit ChatGPT und Claude AI sowie KI-gestützte Kampagnenoptimierung gehören bei zukunftsorientierten Anbietern wie MOD Education bereits zum festen Curriculum.
Welche Formate gibt es? Vollzeit, Teilzeit, Online
Es gibt drei Hauptformate: Vollzeit-Weiterbildungen (4 bis 6 Monate), Teilzeitprogramme (6 bis 12 Monate) und flexible Selbstlernkurse. Welches Format passt, hängt von deiner Lebenssituation ab.
Vollzeit (4 bis 6 Monate)
Vollzeit-Weiterbildungen richten sich an Arbeitssuchende mit Bildungsgutschein. Du lernst in der Regel 35 bis 40 Stunden pro Woche, oft mit Live-Sessions, Gruppenarbeit und persönlichem Coaching. Die intensive Struktur ermöglicht einen schnellen Berufseinstieg.
Bei MOD Education umfasst die Marketing Masterclass mit AI Power sechs Monate Vollzeit mit Live-Sessions, Gruppenarbeit, 1:1 Coaching und Karriere-Coaching. Die Dozierenden kommen von Unternehmen wie Zalando, BMW und McKinsey.
Teilzeit (6 bis 12 Monate)
Teilzeitformate eignen sich für Berufstätige, die sich neben dem Job weiterbilden wollen. Über das Qualifizierungschancengesetz (QCG) können Arbeitgeber einen Teil der Kosten und des Gehaltsausfalls gefördert bekommen. Der zeitliche Aufwand liegt bei 15 bis 20 Stunden pro Woche.
Selbstlernkurse (flexibel)
Plattformen wie Google, HubSpot und Meta bieten kostenlose Online-Zertifizierungen an. Diese eignen sich gut zur Orientierung oder als Ergänzung. Sie sind allerdings nicht förderfähig und bieten weder persönliches Coaching noch Karrierebegleitung.
Wie wird die Weiterbildung finanziert?
Online Marketing Weiterbildungen können über den Bildungsgutschein oder das Qualifizierungschancengesetz bis zu 100 % gefördert werden. Welcher Förderweg zu dir passt, hängt von deiner beruflichen Situation ab.
Bildungsgutschein (BGS)
Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters deckt bis zu 100 % der Weiterbildungskosten. Voraussetzung: Du bist arbeitssuchend gemeldet oder von Arbeitslosigkeit bedroht. Der Kurs und der Anbieter müssen AZAV-zertifiziert sein.
Zusätzlich zur Kostenübernahme erhältst du Weiterbildungsgeld in Höhe von 150 EUR pro Monat. Fahrtkosten und Kinderbetreuung können ebenfalls gefördert werden.
Den genauen Ablauf der Beantragung findest du in unserem Bildungsgutschein-Guide.
Qualifizierungschancengesetz (QCG)
Das Qualifizierungschancengesetz richtet sich an Berufstätige und ihre Arbeitgeber. Die Agentur für Arbeit übernimmt bis zu 100 % der Weiterbildungskosten und bis zu 75 % des Gehaltsausfalls, abhängig von Unternehmensgröße und Alter der Beschäftigten.
Voraussetzung: AZAV-Zertifizierung
Egal welcher Förderweg: Der Bildungsträger muss AZAV-zertifiziert sein. Diese Zertifizierung stellt sicher, dass Qualitätsstandards eingehalten werden und die Maßnahme von der Agentur für Arbeit anerkannt wird. Achte bei der Anbieterwahl darauf, dass die AZAV-Zertifizierung aktuell und gültig ist. MOD Education ist als AZAV-zertifizierter Bildungsträger zugelassen.
Welche Zertifikate sind anerkannt?
Die wichtigsten anerkannten Zertifikate sind Google Ads, Meta Blueprint, BVDW und IHK, ergänzt durch das AZAV-Trägerzertifikat als Fördervoraussetzung. Die Relevanz variiert je nach Zertifikat und Branche.
Das AZAV-Trägerzertifikat bestätigt, dass der Bildungsanbieter selbst nach staatlichen Qualitätsstandards geprüft ist. Es ist Voraussetzung für die Förderung über den Bildungsgutschein, aber kein individuelles Kompetenzzertifikat.
Die Google Ads Zertifizierung weist nach, dass du Kampagnen im Google-Ökosystem professionell aufsetzen und optimieren kannst. Sie ist kostenlos über Google Skillshop verfügbar und in der Branche weit verbreitet.
Die Meta Blueprint Zertifizierung bestätigt Kompetenzen im Meta-Werbeökosystem (Facebook, Instagram). Sie ist besonders relevant für Social Media und Performance Marketing.
Das BVDW-Zertifikat (Bundesverband Digitale Wirtschaft) ist eines der angesehensten branchenspezifischen Zertifikate im deutschen Digitalmarkt. Es signalisiert Arbeitgebern ein geprüftes Qualitätsniveau.
IHK-Zertifikate sind bei traditionellen Arbeitgebern bekannt und anerkannt. Sie bieten eine solide Grundlage, decken aber oft weniger aktuelle Tools und Methoden ab als spezialisierte Digital-Zertifizierungen.
Bei MOD Education erhältst du im Rahmen der Marketing Masterclass gleich fünf Zertifikate: Google Ads, Meta, BVDW, KI-Campus und das MOD Trägerzertifikat.
Karrierewege nach der Weiterbildung
Eine Online Marketing Weiterbildung öffnet den Zugang zu einem breiten Spektrum digitaler Berufe. Laut Bitkom sind in Deutschland über 109.000 IT- und Digital-Stellen unbesetzt. Die Nachfrage nach qualifizierten Online Marketing Manager:innen ist besonders hoch.
Online Marketing Manager:in
Die Generalist:innen-Rolle im digitalen Marketing. Du steuerst Kampagnen über alle Kanäle, analysierst Daten und entwickelst Strategien. Das Durchschnittsgehalt liegt laut Stepstone bei rund 40.100 EUR pro Jahr, mit Senior-Positionen deutlich über 55.000 EUR.
Social Media Manager:in
Verantwortlich für die Social-Media-Präsenz von Unternehmen. Von der Content-Planung über Community Management bis zur bezahlten Werbung auf Instagram, LinkedIn und TikTok.
SEO Manager:in
Spezialist:innen für organische Sichtbarkeit. Du optimierst Websites für Suchmaschinen, analysierst Rankings und entwickelst Content-Strategien für langfristigen Traffic.
Performance Marketing Manager:in
Daten, Budgets, Conversions. Du verantwortest Google Ads, Social Ads und Retargeting-Kampagnen mit klarem Blick auf ROI.
Content Marketing Manager:in
Die Schnittstelle zwischen Strategie und Kreation. Du entwickelst Content-Strategien, steuerst die Produktion und misst den Erfolg über organischen Traffic und Engagement-Metriken.
MOD-Absolvent:innen arbeiten unter anderem bei Vodafone, Decathlon, der Deutschen Bahn und Enpal. Die Vermittlungsquote liegt bei 77 %.
Einen detaillierten Überblick über Gehälter, Aufgaben und Einstiegsmöglichkeiten findest du in unserem Karriere-Guide für Online Marketing Manager:innen (erscheint in Kürze).
Worauf solltest du bei der Wahl achten?
Achte auf sechs Kriterien: AZAV-Zertifizierung, Praxisorientierung, Dozierende aus der Praxis, Karriere-Coaching, aktuelle Inhalte und ein interaktives Lernformat.
AZAV-Zertifizierung: Pflicht, wenn du den Bildungsgutschein nutzen willst. Ohne AZAV-Zertifizierung des Anbieters keine Förderung. Prüfe, ob die Zertifizierung aktuell gültig ist.
Praxisorientierung: Eine gute Weiterbildung setzt auf echte Projekte statt reiner Theorie. Portfolio-Aufbau, Case Studies und praktische Tool-Arbeit sind wichtiger als Vorlesungen. Frag konkret: Werde ich am Ende ein Portfolio haben, das ich Arbeitgebern zeigen kann?
Dozierende aus der Praxis: Achte darauf, wer unterrichtet. Dozent:innen mit aktueller Berufserfahrung in Agenturen oder Unternehmen bringen praxisnahe Einblicke mit, die Karrierelehrende nicht bieten können.
Karriere-Coaching und Vermittlung: Die beste Weiterbildung bringt wenig, wenn der Übergang in den Job fehlt. Anbieter mit Karriere-Coaching, Bewerbungstraining und aktiver Vermittlungsunterstützung erhöhen deine Chancen deutlich.
Aktualität der Inhalte: Das digitale Marketing verändert sich schnell. Kurse, die KI-Integration, aktuelle Tools und neue Plattformen abdecken, bereiten dich besser auf den Arbeitsmarkt vor als Programme mit veraltetem Curriculum.
Lernformat: Live-Sessions, Gruppenarbeit und persönliches Coaching schaffen eine Lernumgebung, die reine Video-Kurse nicht bieten können. Besonders für Quereinsteiger:innen ist der Austausch mit anderen Teilnehmenden und Dozierenden wertvoll.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich Vorkenntnisse für eine Online Marketing Weiterbildung?
Nein. Die meisten geförderten Weiterbildungen richten sich gezielt an Quereinsteiger:innen ohne Marketing-Hintergrund. Grundlegende Computerkenntnisse und Deutschkenntnisse auf B1-Niveau reichen in der Regel aus. Wichtiger als Vorwissen ist die Bereitschaft, dich in digitale Tools und Strategien einzuarbeiten.
Wie lange dauert eine geförderte Online Marketing Weiterbildung?
In Vollzeit dauert eine umfassende Weiterbildung 4 bis 6 Monate. Teilzeitformate erstrecken sich über 6 bis 12 Monate. Einzelne Spezialisierungen wie SEO oder Social Media lassen sich auch in 6 bis 12 Wochen abschließen. Die Dauer hängt vom Umfang des Programms und dem gewählten Format ab.
Kann ich die Weiterbildung auch neben dem Job machen?
Ja. Viele Anbieter bieten Teilzeitformate an, die sich mit einer Berufstätigkeit kombinieren lassen. Über das Qualifizierungschancengesetz kann dein Arbeitgeber einen Teil der Kosten und des Gehaltsausfalls gefördert bekommen. Sprich mit deiner Personalleitung über die Fördermöglichkeiten.
Lohnt sich eine Weiterbildung im Online Marketing 2026?
Ja. Laut Bitkom bleiben über 109.000 digitale Stellen in Deutschland unbesetzt. Online Marketing Manager:innen verdienen durchschnittlich 40.100 EUR im Jahr, mit deutlichem Potenzial nach oben. Die Nachfrage nach Digital-Marketing-Skills steigt weiter, besonders in Kombination mit KI-Kompetenzen.
Key Takeaways
- Eine Online Marketing Weiterbildung deckt sechs Kernbereiche ab: SEO, SEA, Social Media, Content Marketing, E-Mail-Marketing und Web Analytics.
- Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit übernimmt bis zu 100 % der Kosten für AZAV-zertifizierte Weiterbildungen.
- Online Marketing Manager:innen verdienen durchschnittlich 40.100 EUR pro Jahr, Senior-Positionen liegen deutlich über 55.000 EUR.
- Über 109.000 digitale Stellen bleiben laut Bitkom in Deutschland unbesetzt, die Nachfrage steigt weiter.
- Praxisorientierung, Dozent:innen aus der Industrie und KI-Integration sind die wichtigsten Qualitätskriterien bei der Anbieterwahl.
- Anerkannte Zertifikate wie Google Ads, Meta Blueprint und BVDW erhöhen die Chancen beim Berufseinstieg.
- Moderne Weiterbildungen integrieren KI-Tools wie ChatGPT, Claude AI und automatisierte Kampagnenoptimierung in das Curriculum.
Fazit
Der Einstieg ins Online Marketing war nie zugänglicher als jetzt. Geförderte Weiterbildungen machen den Karrierewechsel finanziell machbar, und die Nachfrage nach Digital-Marketing-Skills ist so hoch wie nie zuvor.
Bei der Wahl des richtigen Programms zählen drei Dinge: AZAV-Zertifizierung für die Förderung, Praxisnähe für den Kompetenzaufbau und Karrierebegleitung für den erfolgreichen Übergang in den Job.
MOD Education verbindet alle drei Elemente in der Marketing Masterclass mit AI Power: sechs Monate praxisnahe Weiterbildung mit Live-Sessions, Branchenzertifikaten und persönlichem Karriere-Coaching. 100 % förderfähig über den Bildungsgutschein.
Entdecke die Marketing Masterclass und starte deinen Weg ins digitale Marketing.
Sources
- Webmasters Europe e.V.. "WE Arbeitsmarkt-Kompass 2025." 2025.
- Stepstone. "Gehaltsreport: Online Marketing Manager." Accessed February 2026.
- Bitkom. "Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte." 2025.
- Bundesagentur für Arbeit. "Bildungsgutschein." Accessed February 2026.
- AZAV Verordnung. "Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung." Accessed February 2026.
- MOD Education. Self-reported data from company website. Accessed February 2026.








